Wurden in dieser Angelegenheit alle Entscheidungen richtig getroffen? Zweifel kommen auf, und das zu Recht. Pessimisten befürchten schon eine Inflation. In einer Regierungserklärung verwies Bundeskanzlerin Merkel kurz vor Pfingsten 2010 darauf, dass der EURO in Gefahr sei. Dabei warb sie um die Zustimmung des milliardenschweren Schutzschirms des IWF und der EU für europäische Staaten mit schlechten Wirtschaftsdaten. Wie kam es zur Einführung des EURO? 1999 wurde er als Buchgeld eingeführt, am 1. Januar 2002 als allein gültiges Zahlungsmittel (mit kurzen Übergangsfristen).
Die Bankwerte unterscheiden sich in den beteiligten EURO-Ländern nur durch die verschiedenen Seriennummern. Die Münzen jeweils durch die Präsentation nationaler Symbole auf ihrer Rückseite. Wer profitiert vom EURO? Der Handel, weil es keine Währungskurs-Risiken innerhalb der EURO-Länder mehr gibt. Bis 2007 hat er sich um 5 bis 15 % erhöht. Natürlich hat auch der Tourist Vorteile davon. Im Ausland entfällt das lästige Geldwechseln, man kann Preise für angebotene Waren besser miteinander vergleichen.
Wer allerdings behauptet, der EURO hätte ausschließlich Vorteile, der irrt. Man kann wohl doch nicht nationale Volkswirtschaften mit unterschiedlichen Bruttosozialprodukten unter einer gemeinsamen Währung einordnen. Dazu müssten die Ausgangsbedingungen der jeweiligen Länder einander ungefähr gleich sein. Das ist in Europa gegenwärtig jedoch nicht der Fall.
