Josef Meinrad Ackermann ist ein gebürtiger Schweizer. Schon gewusst? Er wurde 1948 in Mels im Kanton St. Gallen geboren. Sein Vater war praktischer Arzt. Josef Ackermann studierte an der dortigen berühmten Universität Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. In der Fachrichtung Bankwirtschaft schloss er 1973 das Studium ab.
Er verblieb zunächst an der Universität und arbeitete dort als wissenschaftlicher Assistent. 1977 promovierte er über das Thema „Der Einfluss des Geldes auf das reale Wirtschaftsgeschehen“. Danach war er in mehreren Führungspositionen der Credit Suisse tätig, auch im Ausland. 1993 wurde er Vorsitzender dieser Bank. Später kam es zu Meinungsverschiedenheiten mit dem Verwaltungsrat. Im September 2000 wurde Ackermann zum Sprecher der Deutschen Bank gewählt. 2006 wurde er deren Vorstandvorsitzender. Sein Ansehen in der Öffentlichkeit war schon immer zwiespältig. Man wirft ihm Arroganz, Geldgier und mangelndes Interesse für soziale Fragen vor.
Danach trat Ackermann in zahlreichen Talkshows auf, um sein Image zu verbessern. Sein Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit besserte sich im Anschluss. So schrieb der „Tagesspiegel“ im Februar 2008, dass sich Ackermann von einem der meist gehassten Manager zu einem Vordenker und Hoffnungsträger entwickelt hätte. Im September 2007 äußerte er sich zur amerikanischen Immobilien-Finanzkrise und räumte dabei auch Fehler der eigenen Bank ein. Er forderte damals für die internationalen Finanzmärkte einen globalen Sachverständigenrat.
