Politiker und Werte

Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer und der heutige Präsident der USA: Was haben beide gemeinsam? Sie mussten sich gegen politische Widerwärtigkeiten zur Wehr setzen. Adenauer war bis 1933 Oberbürgermeister von Köln. Als Katholik und Gegner des Hitler-Regimes saß er mehrere Jahre im Nazi-KZ.

Adenauer übernahm 1949 das Amt des Bundeskanzlers und war mit dafür verantwortlich, dass das westliche Deutschland aufgrund des so genannten „Wirtschaftswunders“ wieder aus den unglaublichen Verwüstungen des Zweiten Weltkrieges auferstehen konnte. Er war konsequent gegen die Etablierung einer Staatswirtschaft, wie es sie damals im Osten Deutschlands gab.

Es gelang, 13 Millionen Vertriebene zu integrieren. Adenauer zeichnete sich durch eines aus: durch ein gerades Gewissen, er war nie auf den Nazi-Kurs eingeschwenkt. Er betrachtete Aufrichtigkeit als eines der Hauptziele seiner Politik, hinzukommend Pflichtgefühl. Barack Obama ist seit 2009 der erste Präsident der USA mit afrikanischen Wurzeln. Sein Vater stammte aus Kenia, die Mutter war eine Weiße aus dem Bundesstaat Kansas. In Jakarta besuchte Obama eine von den Kapuzinern geführte multireligiöse Schule.

Danach studierte er in Los Angeles und New York Politikwissenschaften. Später dann noch Rechtswissenschaften. Seit 2005 war er der so genannte dienstjüngere Senator von Illinois. 2009 erhielt er den Friedensnobelpreis für seine Verdienste um die Stärkung der internationalen Demokratie und die Zusammenarbeit der Völker.