Steuerreform und eventuelle Steuersenkungen

Steuern, was sind das? Im Mittelalter sagte man dazu „Zehnt“. Das war also ein Zehntel des von der Herrschaft bzw. der Kirche einbehaltenen Bruttoarbeitslohnes eines Arbeitsnehmers. Heute kann von „Zehnt“ keine Rede mehr sein. Ein Durchschnittsarbeitnehmer in der Bundesrepublik muss bis Mitte Juni arbeiten, um seine Abgaben an den Staat oder an die Krankenkassen aufbringen zu können.

Zehnt? Lächerlich! Schon in der antiken Zeit gab es Steuern. Auch im „Alten Testament“ gibt es Ausführungen zum Zehnten. Die Einheimischen hatten demgemäß dem Herrn einen Zehnten vom Ertrag ihres Landes und den Früchten ihrer Bäume zu gewähren. Auch von den Rindern und Schafen. Der Zehnt war als Dank dafür gedacht, das Gott einem innerhalb eines Jahres geschenkt hatte. Schwarz-Gelb war mit dem Versprechen von Steuersenkungen in den Wahlkampf gegangen. Solche sind natürlich auch für Unternehmer wichtig.

Denn, wie heißt es so schön: „Wer zieht eigentlich den Karren?“ Das sind die Unternehmer. Die Politiker sind es jedenfalls nicht. Diese schanzen sich ihre „Diäten“ und Pensionen auf Kosten der Steuerzahler zu. Was ist nun aus dem Steuersenkungsversprechen geworden? Banken- und Euro-Krise. Drei Jahre vor der nächsten Bundestagswahl kann man schon einmal ein zuvor gegebenes Versprechen brechen. Das nächste Mal ist vor der Wahl!